Letzten Donnerstag kam der lang angekündigte Stauffenberg-Film „Operation Walküre“ mit Tom Cruise in die deutschen Kinos. War es das Palaver im Vorfeld wert? Über den Film, seine Hauptfigur und den Mythos, der dahintersteckt.
von Gordon Gernand (26. 01. 2009)
Seit einer Ewigkeit wartete die Welt auf Guns N' Roses' Album "Chinese Democracy". Mancher spottete schon, eher würde man noch die Einführung der Demokratie in China als die Fertigstellung des Albums erleben. Nun ist es doch so weit - doch unser Autor Gordon Gernand ist enttäuscht.
von Gordon Gernand (02. 12. 2008)
Zahlreich sind die neuen Sachbücher im Jubiläumsjahr, 40 Jahre nach 1968. Der Theaterintendant Christoph Nix hält einen Roman dagegen, in dem er die Zeit aus Sicht halbstarker Provinzrevoluzzer Revue passieren lässt. Ein Gymnasiast will ein wahrer 68er werden, so wie die Studenten im nahen Frankfurt. Doch was heisst das schon…?
von Daniel Opper (18. 06. 2008)
Die Eltern streiten, die Eltern gehen auseinander, der Streit wird auf dem Rücken der Kinder weiter ausgetragen. Kennen wir. Auch die Geschichte von Medea. Aber hier im Deutschen Schauspielhaus wird mehr geboten, nämlich ein prall gefüllter Textkörper mit menschlichem Antlitz, mit Rotz und Tränen - eine sehr intensive Theaterinszenierung, die Herbert Hindringer fast perfekt zu sein scheint.
von Herbert Hindringer (11. 06. 2008)
An einem Winterabend des Jahres 1971 wollte Klaus Kinski auf der Bühne Jesus spielen, doch die großmäuligen Berliner machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Der nun erscheinende Film „Jesus Christus Erlöser“ erzählt von einem abstrusen Theaterabend – und von den 68ern.
von Gordon Gernand (25. 05. 2008)
Sylvester Stallone, Action-Ikone der Achtziger Jahre, hat nach fast 20 Jahren einen vierten Teil der berühmt-berüchtigten „Rambo“-Reihe zu Ende gedreht. Schon im letzten Jahr gab es den definitiv letzten „Rocky“-Film. Nun ist die Recycling-Tour beendet. Kommt das alte Actionkino wieder?
von Gordon Gernand (15. 02. 2008)
Gibt es das alte Amerika noch? Wo sind all die Liberalen hin? Das sind Fragen, die mittlerweile nicht mehr nur Europäer beschäftigen. Robert Redford, Altmeister des linken Hollywoodfilms, hat noch einmal tief in die Trickkiste gegriffen – und bekämpft das Bush-Amerika mit filmischen Mitteln. Das Ergebnis heißt „Von Löwen und Lämmern“. Und Gordon Gernand findet, dass sich hinter einigen obligatorischen Gefühlsduseleien echte Wahrheiten verbergen.
von Gordon Gernand (06. 11. 2007)
Wenn die Londoner U-Bahn - die „Tube“ - kocht, dann hat Dan Beaulaurier sein Ziel erreicht. Was er dazu braucht: Gitarre, Mikro – und eine Lizenz zum Spielen, denn in London sorgt eine eigene Auswahljury für die Qualität der U-Bahn-Musik.
von Raphael Geiger (03. 09. 2007)
Nicht erst seit dem Wirtschaftswunder ist China Projektionsfläche des Anderen. Die Neuinszenierung an der Komischen Oper von Franz Lehárs Operette "Das Land des Lächelns" aus den 1920er Jahren entgeht jedoch einem Exotismus. Beim Blick auf die Wiener Salongesellschaft und das "Reich der Mitte" spielt die Inszenierung geschickt mit der Konstruktion kultureller Verschiedenheit. Auch musikalisch ist die Darbietung insgesamt gelungen, findet Nora Mansmann.
von Nora Mansmann (08. 07. 2007)
Das Live-Aid-Konzert von Rostock mit Bono, Grönemeyer & Co. galt vielen als Konzert-Ereignis des Jahres und lockte zigmal mehr Menschen an als die Proteste um Heiligendamm. Das gute an Benefiz-Konzerten ist wohl, dass das Publikum glaubt, schon etwas Gutes zu tun, wenn sie ihren Lieblingstars zuhören. Beim Spektakel an der Ostsee aber kam weder Musik noch die Botschaft gut rüber, findet Gordon Gernand.
von Gordon Gernand (30. 06. 2007)
Papa stirbt langsam. Oder doch nicht? Zum vierten Mal räumt Familienvater, Cop und Schurken-Killer John McClane die Leinwand auf. Action-Held Bruce Willis ist in seinem Element. Classic Rock rockt immer noch – meint Gordon Gernand.
von Gordon Gernand (30. 06. 2007)
Bei den Protesten um Heiligendamm ging es um mehr als Globalisierungskritik. Was wirklich auf dem Spiel steht, ist die Zukunft des deutschen Rechtsstaats. Ein Kommentar zu den Ereignissen von streitBar-Autor Lino Klevesath.
von Lino Klevesath (13. 06. 2007)
Der Konflikt mit der werdenen Atommacht Iran beherrscht seit Wochen die Medien. Doch nach der Geiselnahme britischer Soldaten und dem Kampf um Reaktoren ist jetzt ein neues Schlachtfeld eröffnet worden: die Filmindustrie.
von Jens Fischer (01. 05. 2007)
Die „Dreigroschenoper“ in der Inszenierung von Klaus Maria Brandauer hat gezeigt, dass die Musik unter die Räder kommen kann, wenn sich Fachfremde der Aufgabe widmen, ein Musiktheater auf die Bühne zu bringen. Frank Castorf hingegen zeigt, dass man Wagner in neuer Perspektive zeigen kann - ohne seinem Werk Unrecht zu tun.
von Nora Mansmann (22. 10. 2006)
Polnische Volkslieder, Atonalität mit Vierteltönen und Clubmusik
werden eher selten miteinander in Verbindung gebracht. Wenn aber
"Hermenauten" an einem Opernabend mit ihrem Raumschiff zwischen den
galaktischen Orten Warschau und Moskau unterwegs sind, macht das ganze
irgendwie Sinn. Nora Mansmann hat sich für uns auf die Reise gemacht
und der akustischen Droge "SCREAM" ausgesetzt.
von Nora Mansmann (08. 10. 2006)
Es gibt auch in Zeiten des neuen Konservatismus noch Bühnen, die sich an Inszenierungen herantrauen, die nicht unbedingt dem Mainstream-Geschmack entgegenkommen. Nora Mansmann wagte sich für streitBar in den „Bauch“ der Berliner Staatsoper und wurde bei Medusa Zeuge eines großartigen Musiktheaterabends, der dem Zuhörer aber einiges abverlangte – Stillsitzen gilt nicht.
von Nora Mansmann (25. 09. 2006)
Die „Dreigroschenoper“ von Klaus Maria Brandauer wurde Land auf, Land ab als Sensation angekündigt, um dann pflichtgemäß nach deutscher Manier niedergeschrieben zu werden. Doch man staune: Die Aufführung ist besser als erwartet, mit einem passablen Hobby-Schauspieler Campino und trotz der Brandauerschen Nicht-Regie, findet Nora Mansmann.
von Nora Mansmann (25. 09. 2006)
Die goldenen Zwanziger: die Jahre des Aufbruchs. Doch viele Jugendliche litten an Orientierungslosigkeit, damals wie heute. Maida Appel hat sich die aktuelle Inszenierung am Deutschen Nationaltheater in Weimar angeschaut.
von Maida Appel (26. 07. 2006)
Auch der dritte Teil der „Mission Impossible“-Reihe bleibt den Prinzipien der Vorgänger treu: Eine richtige Handlung wird dem Zuschauer nicht zugemutet. Dafür aber kommen mit einer Atombombe bestückte Terroristen vor. Christoph Kohlhöfer hat sich das wilde Verfolgungsrennen für streitBar angeschaut.
von Christoph Kohlhöfer (10. 05. 2006)
Hip-Hop und Oper passen zusammen wie Feuer und Wasser. Nadja Raszewski und Markus Kosuch haben „Cosi fan tutti“ trotzdem mit der Ghetto-Musik kombiniert. Herausgekommen ist eine künstlerisch ernstzunehmende und innovative Aufführung, findet Nora Mansmann.
von Nora Mansmann (08. 04. 2006)
|